Behagliches Wohnen bei geringen Energiekosten - Die Füße bleiben warm!

Wer Energie sparen will, dem steht eine große Vielfalt von Möglichkeiten offen. Die Energiepreise steigen, und dabei sind die Kosten der Klimafolgen nicht eingerechnet. Energiesparen muss nicht zwangsläufig Geld kosten, vieles kann allein durch verändertes Verhalten erreicht werden, z.B. die optimale Nutzung von Kühlschränken und Waschmaschinen sowie die Abschaltung von Geräten und der Verzicht auf Standby. Andere Maßnahmen rechnen sich in wenigen Jahren, z.B. die Anschaffung von energieeffizienten Geräten. Durch Absenkung der Raumtemperatur und die optimale Einstellung der Heizung lassen sich die Heizkosten senken.

Aufwändigere Sanierungen sind eine Investition für die Zukunft und müssen deshalb gut geplant werden. Ein gedämmtes Haus hat viele Vorteile. Wenig Energiekosten, die Füße und Schultern bleiben warm, es zieht nicht wie Hechtsuppe. Man fühlt sich einfach wohl. Und bezuschusst wird das Ganze auch noch.
Wie das auch für Sie möglich wird, lesen Sie hier:

  1. Am Anfang steht eine gute Beratung
  2. Bauen
  3. Sanieren
  4. Heizen
  5. Energie sparen

 

 

Am Anfang steht eine gute Beratung

Eine auf Ihr Haus oder Wohnung bezogene individuelle Beratung wird in unterschiedlicher Intensität - von der Einstiegsberatung bis zu genauen Berechnungen für eine Komplett- oder Schritt-für-Schritt-Sanierung  - einschließlich Fördermöglickeiten angeboten. Auch für die Beratungen gibt es Fördermittel.

Das Energieberatungsnetzwerk in Stadt und Landkreis Gießen besteht aus unabhängigen Energieberatern die den vollen Zugriff auf Fördermöglichkeiten haben. Hier können Sie sich die Mitgliederliste samt Beratungsschwerpunkten ansehen.

 

Weitere Beratungsstellen sind

 

Einstiegsberatungen werden vor allem von der Verbraucherzentrale sehr günstig angeboten, da Sie durch den Bund und das Land gefördert werden. Der Basis-Check für Mieter kostet lediglich 10 Euro Eigenanteil. Das vollständige Angebot können Sie hier einsehen.

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Bauen

Durch immer strengere Energieeinsparverordnungen (EnEV) werden neue Herausforderungen bei dem Bau von neuen Wohngebäuden gestellt. Die Energieeinsparverordnung bietet aber auch die Chance, durch neue Technologien den Energieverbrauch und die zukünftigen Kosten für Wärme auf einem sehr niedrigen Niveau zu halten. Hier empfiehlt es sich, direkt bei der Planung einen unabhängigen Baubegleiter zu Rate zu ziehen. Diese begleiten Ihr Bauvorhaben und erkennen Schwachstellen in der Planung oder in der Ausführung. Zudem können unabhängige Baubegleiter direkt vor Baubeginn die nötigen Fördermittelanträge begleiten. Alle Energieberater des Energieberatungsnetzwerks für Stadt und Landkreis Gießen bieten diesen Service an.

Nutzen Sie Ihr Haus als Energieproduzenten. Die Sonne ist dabei ein zuverlässiger Energielieferant.

Weil sie unendlich Energie liefert. Nutzen können Sie diese Energie über Solarzellen und Sonnenkollektoren. Wärmepumpen ermöglichen es, mit Strom aus erneuerbaren Energien sehr effizient Wärme zu produzieren. Die Wärme kommt dabei meistens aus der Luft oder dem Erdreich. Das funktioniert mittlerweile so gut, dass man aus nur einem Teil Strom rund vier Teile Wärme bekommt.

Ob Ihr Haus günstige Voraussetzungen zur Energieproduktion aus Sonnenlicht aufweist, können Sie kostenlos im Solarkataster des Landes Hessen überprüfen.

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Sanieren

Warme Füße und trotzdem kein Schock, wenn die Gasrechnung kommt – das geht mit einem gut gedämmten Haus. Das kann man über gedämmte Außenwände oder neue Fenster erreichen. Aber auch schon kleine, kostengünstige Maßnahmen sind sehr effektiv und schonen den Geldbeutel (z.B. Isolation von ungedämmten Heizungsrohren). Ein gut gedämmtes Haus verbraucht nur ein Bruchteil der Energie, die ein nicht gedämmter Altbau verbraucht.

Da die Wohngebäude im Landkreis Gießen aktuell 40 Prozent der Primärenergie im Landkreis benötigen, sind hier noch hohe Einsparpotenziale vorhanden. Bei Bestandsgebäuden können je nach Ausgangslange bei der Wärmeversorgung bis zu 80 Prozent eingespart werden. Dazu sind Investitionen notwendig, doch es gibt Förderprogramme von Bund und Land. Zuschüsse und günstige Kredite stehen bei der KfW-Bank und anderen Fördereinrichtungen zur Verfügung. Anträge müssen aber gestellt werden, bevor es losgeht. Daher sollten Hausbesitzer im Vorfeld von Baumaßnahmen unbedingt einen unabhängigen Energieberater hinzuziehen. Der kennt sich mit Fördermitteln aus und kann Maßnahmen mit seiner Erfahrung begleiten, damit am Ende das Ergebnis stimmt.

Jedes Gebäude ist ein Unikat. Die Einsparmaßnahmen sind für jedes Haus individuell. Entsprechend groß sind die Möglichkeiten. Genauso vielfältig sind auch die Fördermöglichkeiten und die Kombination der einzelnen Programme.

Investitionszuschüsse und zinsgünstige Darlehen für die Sanierung zum KfW-Effizienzhaus und energetische Einzelmaßnahmen wie die Dämmung von Dach, Kellerdecke oder Fassade und der Fensteraustausch gewährt die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).

Alle Energieberaterinnen und -berater des Energieberatungsnetzwerks in Stadt und Landkreis Gießen sind bei der KfW anerkannt und haben Zugriff auf alle Förderprogramme. Hier können Sie sich die Mitgliederliste samt Beratungsschwerpunkten ansehen.

Bei denkmalgeschützten Gebäuden müssen einige Besonderheiten beachtet werden. Eine erste Anlaufstelle bietet der Landkreis Gießen.

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Heizen

Schon mit kleinen Sofortmaßnahmen kann eine spürbare Einsparung erreicht werden. Hierzu zählen z. B. die Isolierung der Heizungs- und Warmwasserrohre, hydraulischer Abgleich, regelbare Heizungsthermostate, Austausch der Umwälzpumpe sowie eine regelmäßige Wartung.

Bestimmte Heizkessel, die älter als 30 Jahre sind bzw. bis einschließlich 1985 eingebaut wurden, dürfen nicht mehr betrieben werden. Dies gilt nicht für Brennwert- oder Niedertemperaturkessel und große Kessel über 400 kW sowie für die Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern, wenn Sie darin bereits ab Februar 2002 wohnen.

Die Untersuchungen im Rahmen des Masterplankonzeptes für den Landkreis Gießen zeigen die große Abhängigkeit von den fossilen und endlichen Energieträgern Öl und Gas. Gleichzeitig sind zwei Drittel der Heizungsanlagen älter als 15 Jahre und bei fast jeder dritten Heizungsanlage wird eine Neuinvestition in absehbarer Zeit notwendig werden.

Oftmals sind die alten Heizkessel überdimensioniert und sollten nicht einfach nur getauscht werden. Dies gilt insbesondere dann, wenn sich der Energiebedarf durch andere Maßnahmen insgesamt reduziert. Das kann der Einbau neuer Fenster oder auch die Dämmung der Kellerdecke sowie der obersten Geschossdecke sein.

Es lohnt sich mit einem unabhängigen Energieberater über Ihr Haus zu sprechen, bevor Sie in eine neue Heizung investieren.

 

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Energie Sparen

Egal ob Mieter oder Eigenheimbesitzer, durch einfache Maßnahmen können Sie Energie und somit Geld sparen. Die Verringerung der Raumtemperatur um 1 Grad spart etwa 6% Energiekosten ein.

Strom ist unsere wertvollste Energieform. Für die Erzeugung in Großkraftwerken und den Transport über weite Entfernungen wird viel Primärenergie (vor allem Braun- und Steinkohle) benötigt und viel CO2 in die Atmosphäre abgegeben. Der weitere Ausbau der regenerativen Energiequellen (Sonne, Wind, Wasser, Biogas) ersetzt die Stromerzeugung aus konventionellen Kraftwerken. Die Erneuerbaren Energien sind heute schon mit einem Anteil von über einem Viertel (27 Prozent) die wichtigsten Stromquellen.

Der Verbrauch von Strom im Haushalt lässt sich mit Messgeräten leicht ermitteln. Die Geräte können Sie sich kostenlos bei den örtlichen Energieversorgern (z.B. Ovag und Stadtwerke Gießen), in verschiedenen öffentlichen Bibliotheken oder der Kreisverwaltung ausleihen.

Wenn Sie ein neues Haushaltsgerät anschaffen möchten, können Sie sich am Energielabel orientieren.

 

Weitere Informationen und ein Vergleich von verschieden Haushaltsgeräten finden Sie hier:

www.ecotopten.de

 

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