Tipps und Tricks für klimafreundlichen Konsum

Nachhaltiger Konsum ist Teil einer nachhaltigen Lebensweise und ein Verbraucherverhalten, das unter anderem Umweltaspekte und soziale Aspekte bei Kauf und Nutzung von Produkten und Dienstleistungen berücksichtigt. Nachhaltiger Konsum betrifft dabei auch das Nutzungsverhalten und Entsorgungsverhalten von Ressourcen im Alltag.

Damit reicht der klimafreundliche Konsum in den individuellen Lebensstil der Bürgerinnen und Bürger hinein. Der nachhaltige Konsument ist der ökologisch und sozial verantwortliche Bürger. 
Klimafreundlicher Konsum bedeutet vor allem: bewusster Konsum, genauer hinzuschauen und eine eigene "Gesamtbilanz" im Auge zu haben.
(Quelle: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit, 2019)

  • Achten Sie beim Kauf von Lebensmitteln auf Regionalität und Saisonalität und bevorzugen Sie pflanzliche Produkte aus biologischem Anbau. Hilfreiche Informationen zur Saisonalität liefert ein Saisonkalender. Hier haben wir einen beispielhaften Saisonkalender für Sie bereitgestellt.

  • Mit Hilfe der Regio- App können Sie jederzeit, überall, ganz bequem eine Umkreissuche nach regionalen Lebensmitteln und regionalem Essen starten. Angezeigt werden Direktvermarkter und Gastronomie, aber auch Verkaufsstellen wie Dorfläden, Lebensmitteleinzelhändler mit regionalen Produkten, Wochenmärkte und viele mehr. Wer möchte, kann bei seiner Suche gezielt nach "kleinen Läden" suchen.

  • Achten Sie beim Einkaufen auf Produkte, die wenig verpackt sind. Insbesondere Obst und Gemüse sind von natur aus schon "verpackt". Falls Sie keine Verpackungen vermeiden können, entsorgen Sie überflüssige Verpackungen direkt bei Ihrem Lebensmittelhändler. 

  • Verwenden Sie Jutebeutel, statt Plastiktüten. Das spart nicht nur Geld, sondern schützt auch die Umwelt. 

 

  • Bevorzugen Sie beim Kauf von Bekleidung Alternativen aus Bio- Baumwolle. Achten Sie beim Kauf von neuer Kleidung auf Qualität statt Quantität.

  • Nutzen Sie Flohmärkte, Secondhand- Läden oder Onlinebörsen. Hier finden sich echte Unikate!

  • Borgen, Leihen, Tauschen: nicht nur das Gras ist auf der anderen Seite oft grüner, auch Kleiderschränke von Anderen beherbergen scheinbar schönere Dinge, als der eigene. Leihen oder Tauschen Sie sich mit Freundinnen und Freunden gegenseitig Kleidung, so hat jeder was davon! Auch online gibt es diverse Tausch- oder Mietbörsen für Kleidung. 

  • Do- it- Yourself (DIY) ist der neue Trend! Online gibt es zahlreiche Tutorials, die zeigen, wie man alte Kleidungsstücke umnähen oder umstylen kann. Alte Lieblingsstücke erscheinen so in neuem Glanz und bringen noch länger Freude!

  • Spenden Sie alte Kleidung an eine lokale Kleiderkammer oder Altkleider-Container. Achten Sie bei bei den Altkleider- Containern auf seriöse Anbieter. Hier können nachlesen, wo Altkleiderspenden sinnvoll sind.

Nachhaltiger Konsum kann auch das Resultat von Abfallvermeidung sein.

  • Kaufen Sie bewusst nur das ein, was Sie auch wirklich verzehren werden. So vermeiden Sie unnötige Essensabfälle. 

    Info: Das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) auf verpackten Lebensmitteln gibt den Zeitpunkt an, bis zu dem dieses Lebensmittel bei richtiger Aufbewahrung seine spezifischen Eigenschaften, beispielsweise Geruch oder Geschmack, behält. Wurde die original verschlossene Verpackung richtig gelagert, sind Lebensmittel mit überschrittenem MHD häufig noch gut zu genießen und nicht automatisch verdorbenHier klärt die Verbraucherzentrale über das MHD auf.

  • FoodSharing verfolgt in erster Linie einen Nachhaltigkeitsanspruch und legt damit den Fokus nicht darauf, wer die Lebensmittel bzw. Waren konsumiert, sondern dass diese nicht im Müll landen. Deshalb rettet FoodSharing überschüssige Lebensmittel und andere überschüssige Waren vor dem Wegwerfen und verteilt sie sowohl an Bedürftige wie nicht bedürftige Personen, Gruppen und Einrichtungen. Dabei dürfen Aktive (Foodsaver) einen Teil der geretteten Waren zum Selbstverzehr nutzen.

Durchführungsbestimmungen:

  1. Lebensmittel und andere überschüssige Waren dürfen nur unentgeltlich, ohne jede Gegenleistung, weitergegeben werden.
  2. Dabei müssen die vom Bundesverband foodsharing e.V. (1) vorgegebenen Hygieneregeln und -vorschriften (Wiki) eingehalten werden
  3. Alle bei foodsharing Aktiven müssen sich an die aktuell bei foodsharing geltenden Regeln, Qualitäts- und Leistungsmerkmale halten.
    (Grundsätze des foodsharing e.V.)

Gießen Info: Die foodsharing Gruppe in Gießen informiert auf ihrer Facebookseite regelmäßig über die aktuellen Verteilstationen

  • Kaufen Sie Nachfüllpackungen und vermeiden Sie Einwegverpackungen. Der Konsum von Einwegprodukten wirkt auf den ersten Blick häufig günstig und praktikabel, doch auf lange Sicht wird mit Mehrweg mehr gespart! Hier sind 16 Tipps um Einwegverpackungen zu vermeiden. 

  • Trennen Sie Abfälle. Neben der korrekten Trennung von Rest-, Bio-, Plastik-, und Papiermüll, ist es wichtig auch anfallenden Elektroschrott und Sperrmüll zu trennen. Die Abfallwirtschaft des Landkreises Gießen bietet hier  alle Infos rund um das Thema Abfälle!
  • Reparieren, statt Wegschmeißen: selbst ist die Frau und der Mann! Nicht alles was kaputt ist, muss direkt in die Tonne. Vieles kann repariert und wiederverwendet werden. Auch kaputte Dinge, die ihren ursprünglichen Zweck nicht mehr erfüllen können, kann durch Upcycling noch neues Leben eingehaucht werden. Hier geht´s zu kreativen Upcycling- Ideen.